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Brillengläser: Was ist wichtig?

01.06.2018

Brillen ohne Gläser sind schöne Accessoires. Die meisten Menschen tragen aber eine Brille, weil sie eine Fehlsichtigkeit korrigieren müssen. Deshalb beantworten wir, was ihr schon immer wissen wolltet: Welche Brillengläser gibt es, worauf muss man achten und was wird die Zukunft bringen?

Brillengläser – Material und Schutz

Was vielen nicht (glas-)klar ist: 90 Prozent der Standard-Brillengläser sind aus Kunststoff. Kunststoffglas ist leicht, langlebig und licht- sowie UV-beständig. Sowieso haben alle Gläser eine UV-Schicht, ob Sonnenbrille oder nicht. Denn die ultraviolette Strahlung kann auf Dauer zu Gewebeschäden an Bindehaut und Hornhaut sowie zur Linsentrübung führen. Bei Urlaubsschnäppchen sollte man aufpassen: auf Mallorca und anderen berühmten Ferienorten werden den Touristen manchmal Sonnenbrillen mit getönten Gläsern, aber ohne UV-Filter verkauft.

Wie ist ein richtiges Glas vom Optiker eigentlich aufgebaut?

Bei Mister Spex sieht zum Beispiel so aus: Im Grundglas ist bereits die benötigte Stärke inbegriffen – das Glas ist entweder am Rand dicker und wird zur Mitte hin dünner (Kurzsichtigkeit) oder andersrum (Weitsichtigkeit). Danach wird eine Hartlackschicht durch ein Tauchverfahren hinzugefügt, die das Glas vor allem gegen Verkratzungen schützt. Zuletzt werden durch ein sogenanntes Mehrschicht-Interferenz-System verschiedene Schichten mit Dampf auf das Glas aufgetragen und überlagert. So können bestimmte Lichtwellen die Gläser nicht mehr durchdringen. Das nennt sich Superentspiegelung – weil diese Entspiegelung echt super ist, denn die Augen werden nicht durch Reflektionen des Gegenübers oder des eigenen Auges im Glas geblendet.  Dazu gibt es noch den Cleancoat, einen Schutzfilm, der über dem Brillenglas liegt und Schmutz oder Wasser abperlen lässt.

Brillengläser: Was ist wichtig?

Brillengläser – Sehen bei Dunkelheit und Helligkeit

Sowohl die Superentspiegelung, der Cleancoat als auch die Hartschicht gehören bei uns zum Standard und sind bei jeder Bestellung inklusive. Daneben gibt es noch allerlei Features, die zukünftig an Bedeutung gewinnen werden: Beispielsweise phototrophe Brillengläser, die selbsttönend sind. In der warmen Sommersonne färben sich die Gläser dunkel und die Brille wird dadurch zur Sonnenbrille umfunktioniert.

Im Spiel sind dabei Moleküle – sogenannte Indolino-Spironaphthoxazine. Die sind im Glas verarbeitet und reagieren auf wechselnde Lichtverhältnisse. Die chemische Reaktion auf der Glasoberfläche wird durch UV-Strahlen ausgelöst und ist abhängig von der Temperatur. Die Moleküle klappen in der Sonne wie Blumen auf und verdunkeln somit das klare Glas.

Woher kommts und was bedeutet es eigentlich?

Die Gläser ernähren sich quasi von Licht – ganz im Sinne der ursprünglich griechischen Bedeutung der beiden Wörter Phos (Licht) und Tropho (Ernährung), aus denen sich der Begriff zusammensetzt.

1964 meldeten die Amerikaner Amistead und Stookey für die Firma Corning the first photochromatic lens BESTLITE zum Patent an. Bis heute ist allerdings eine sofortige Verfärbung („Vorhang-Effekt“) noch nicht möglich, die Tönung wechselt nur langsam von hell zu dunkel und umgekehrt. Daher ist ein phototrophes Glas nicht unbedingt die beste Lösung für die Reise nach Italien, denn die Gläser brauchen etwas Zeit, um sich an die veränderten Lichtverhältnisse anzupassen. Das kann bei der Fahrt in den Tunnel noch unpraktisch sein. Die Technologie wird aber gerade weiterentwickelt, daher kann man gespannt bleiben was in Zukunft hier noch passiert.

Brillengläser: Was ist wichtig?

Brillengläser – Schutz für die Arbeit am Computer

Das erste Beispiel unserer Zukunftsaussicht ist eigentlich gar nicht mehr futuristisch: Brillen mit Blaufilter gibt es jetzt auch bei Mister Spex. Blau-violettes Licht kennt unser Körper normalerweise nur vom Tageslicht, es hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Wir werden diesem Licht aber auch vor dem Smartphone- oder Laptopdisplay ausgesetzt. Da es dem ultravioletten Licht ähnlich ist, kann es die Augen schädigen und müde machen. Der sogenannte Blaufilter absorbiert in Brillengläsern das Licht, schützt die Augen und fördert einen erholsamen Schlaf.

Klarer Blick dank Lotuseffekt

Außerdem gibt es den Lotus Effekt. Ähnlich wie der Clean-Coat ist das eine Art Schutzfilm. Die Beschichtung wird per Nanotechnologie aufgetragen und das Brillenglas wird dadurch sehr glatt – Schmutz und Staub haben keine Chance mehr. Dank seinem Anti-Statik-Effekt perlen zudem Wasser und Fett einfach ab. Der Lotuseffekt ist also im Prinzip eine große Erleichterung für putzfaule Brillenträger.

 

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