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Die 5 Festival-Typen und ihre Brillen

02.05.2018

Vier Tage draußen sein – abends spürt man den Bass durch die dünne Isomatte wummern, irgendeine Band spielt gerade ihre letzte Zugabe und vor dem Zelt redet jemand ein bisschen zu laut. Hier kommen fünf witzige Festival-Typen und die dazu perfekt passenden Brillen.

Festival-Saison ist nämlich immer auch Sonnenzeit. Deshalb dürfen – wenn das Ticket erstmal gekauft ist – einige Dinge nicht fehlen. Dazu zählt neben schicken Accessoires auch die passende Sonnenbrille. Denn sie schützt die Augen nicht nur vor UV-Licht und taucht die Welt in eine angenehme Farbe, sondern kann auch prima als Gesprächsöffner dienen: „Coole Sonnenbrille! Bist du jedes Jahr hier?“

In dieser (fiktiven) Szene entsteht durch die Sonnenbrille ein Gespräch zwischen zwei Menschen, die sich ansonsten gar nicht kennengelernt hätten – denn auf einem Festival tummeln sich viele verschiedene Leute, die manchmal kaum etwas gemeinsam haben. Was sie jedoch alle wissen: Die richtige Sonnenbrille ist für ihre gute Laune beim Festival essentiell! Wir stellen euch fünf Festival-Typen vor und die Brillen, die zu ihnen passen.

 

 

Festival-Typ Nummer 1: Der Neuling

Der Festival-Neuling hat sowieso zu viel Zeug dabei, schlimmstenfalls hat er einen Koffer gepackt und einzelne Getränkedosen auf dem Arm. Die muss er nach und nach zu seinem Zeltplatz schleppen und den Weg dorthin mehrmals laufen, während die erfahrenen Festivalgänger mit Bollerwagen an ihm vorbeischlendern.

„Ich bin zum ersten Mal auf einem Festival“

Eigentlich hätte ihm sein Fehler auffallen müssen, als er drei Mal vom Auto zur Warteschlange laufen musste. Nachdem das Festival eröffnet ist, setzt sich ebendiese Schlange mit gefühlten 10 km/h in Bewegung. Während er sich Zelt, Campingstuhl, Isomatte, Schlafsack, sein Seitenschläferkissen, die Verpflegung und den Koffer samt einer exquisiten Klamottenauswahl über die Schulter hängt, versucht er, loszurennen. Die sechs abgepackten 1,5L-Wasserflaschen lässt er irgendwann stehen. Hauptsache die Dosen retten, ist die Devise. Abends wird er erschöpft im Campingstuhl sitzen und feststellen: „Ich habe heute neun Liter Wasser verloren, das kann nicht gesund sein“. Beim Zeltaufbau stellt er fest, dass die Heringe verschwunden sind. Er vermisst nach den ersten Stunden eine ordentliche Toilette, eine bequeme Matratze und nährstoffreiches Essen. Gleichzeitig ist er irgendwie glücklich und saugt die ganze Festivalerfahrung in sich auf. Dieser Festivaltyp braucht eine schlichte, handliche Brille mit kleinen Gläsern, die sich nicht nur gut verstauen lässt, sondern auch seine erwartungsvoll glänzenden Augen ein wenig verbirgt und ihn gleichzeitig lässiger erscheinen lässt als er sich fühlt.

 

Festival-Typ Nummer 2: Die Fotogene

Diese Person drückt dir ihr Handy in die Hand, stellt sich mit ihrem Partner, Freunden oder – falls gerade niemand zur Stelle ist – alleine vor den Sonnenuntergang und konstatiert: es soll natürlich aussehen. Dann schaut sie gedankenschwer in die Ferne oder springt vollkommen synchron mit ihren Mitmenschen in die Luft – ganz normale Posen bei einem Festival, sieht nicht gestellt aus. Wenn die Bilder irgendwann nur noch verwackelt sind, weil sich kein nüchterner Fotograf mehr auftreiben lässt, packt sie den Selfie-Stick aus.

„Ich habe meinen Selfie-Stick dabei“

Dieser Festivaltyp hält alles fest: von den schönsten Gänsehaut-Momenten während den Konzerten über Kartoffelbrei und Nudeln in 5-Minuten-Terrinen-Pappbechern bis hin zu der Alkoholleiche ihres besten Freundes. Als am letzten Abend wirklich kein Filter mehr hilft, macht sie Fotopause und geht duschen. Ob diese Person auf das Festival kommt, um es leibhaftig zu erleben oder um es für ihre Instagram-Follower abzufilmen, bleibt fraglich… Was wir wissen ist, dass sie ein schickes, auffälliges Accessoire braucht, das sich auf jedem Foto so gut macht wie die Sonnenbrille von Cloé in Herzform.

 

Festival-Typ Nummer 3: Der Organisierte

Dieser Festivaltyp ist gekommen, um zu tanzen. Er schwingt seine die Hüften – egal zu welchem Musikgenre. Er ist außerdem derjenige, der die Eintrittskarte am ersten Tag des Vorverkaufes ersteht und Packlisten schreibt. Die dienen nicht nur seiner eigenen Planung, sondern werden auch an sämtliche Freunde verschickt.

„Ich schaue mir wirklich jede Band an“

Das geht im Dezember los und im Laufe des Jahres folgen diverse Updates. Er hat sich eine auf den Meter genaue Karte des Festivalgeländes ausgedruckt und weiß, wie viele Minuten er von Bühne A zu Bühne B braucht. Während alle anderen Camper vier Tage Dosenravioli löffeln, macht er sich morgens Rührei mit Schnittlauch auf seinem hochfunktionalen Campingkocher. Er hat es außerdem geschafft ein 750g-Glas Nutella auf das Gelände zu schmuggeln, das er nur ungern teilt und sich deshalb unter das Kopfkissen legt – „da hättet ihr ja selbst dran denken können, stand schließlich auf der Packliste“, sagt er, greift zielsicher in die rechte obere Tasche seines Reiserucksacks, zieht ein Etui heraus und düst zum nächsten Programmpunkt. Auf dem Weg zieht er die Sonnenbrille auf, die er sich Wochen zuvor online bestellt hat. Die ist stabil und sitzt gut, sieht aber gleichzeitig unglaublich cool aus und lenkt ab von dem Fakt, dass er manchmal morgens der Einzige ist, der vor der Bühne steht und tanzt.

 

Festival-Typ Nummer 4: Der Glamper (Glamour+Camper)

Der qualitativ hochwertigste Gegenstand dieses Festivaltypus ist sein Campingstuhl. Er ist gepolstert und hat mindestens fünf Taschen und Halterungen für Snacks und Getränke. Die Person möchte sich so wenig wie möglich bewegen, schließlich hat sie extra für diese Veranstaltung Urlaub genommen – oder zumindest eine Uniklausur geschoben. Nach dem Aufstehen setzt sie sich sofort in ihren Thron und öffnet das erste Bier. Die Palette steht am Ende des Stuhlbeines auf dem Boden und zwei volle Dosen sind bereits in den Halterungen des Stuhls verstaut.

„Ich höre die Musik auch von meinem Camping-Stuhl aus“

Das Motto dieses Festivaltypen lautet: Zwei Bier sind auch eine Mahlzeit. Nach kurzer Überlegung wird er hinzufügen: „Aber was trinke ich dann?“ Er cremt sich regelmäßig mit Sonnencreme ein und lehnt alle Angebote zu aktiver Betätigung ab. Manchmal versucht er Essen zu schnorren oder die anderen Camper dazu zu bewegen, ihm bestimmte Gegenstände zuzuwerfen (und diese vorher aus seinem Zelt zu holen). Er braucht eine Sonnenbrille mit großen Gläsern für bestmöglichen UV-Schutz und sie muss absolute Lässigkeit ausstrahlen.

 

 

Festival-Typ Nummer 5: Das Blumenkind

John Lennon und Yoko Ono zitieren, philosophische Sätze in jedes Gespräch einwerfen, barfuß übers Gelände spazieren, in der Wiese sitzen und Blumenketten basteln. Dieser Festivaltyp tanzt auch im Regen und sowieso sind wir alle eins mit der Welt. Dabei trägt er Accessoires wie Fußkettchen, große Sonnenhüte oder kreisrunde Brillen und benutzt hinter jedem Satz Worte wie „Bro“ und „Dude“.

„Flower-Power ist voll meins“

Diese Person kann auch eine jener sein, die auf einmal verschwinden und nicht mehr auffindbar sind. Am letzten Abend findet ihre Gruppe sie direkt vor der Bühne wieder – mit einer Luftpumpe in der Hand, die sie im Takt bewegt und dabei schunkelt. Die Musiker packen derweil ihre Instrumente ein. Sie ernährt sich von Luft, Liebe und streng vegan. Tiere sind Freunde, kein Futter. Deshalb packt sie am Morgen der Abreise drei Weberknechte als neue Haustiere ein und nimmt sie mit nach Hause. Ihre Sonnenbrille sollte in hippen, aber natürlichen Farben daherkommen. Die Gläser sind selbstverständlich rund und glasklar, damit es nicht heißt: ich sehe, dass ich nichts sehe (frei nach Sokrates).

 

Na, schon in Stimmung? Die absoluten Festival-Must-Haves und tolle Inspiration in Punkto Accessoires könnt ihr auf dem Blog unseres Partners und Festivalschmuck-Experten Christ finden.

Welcher Typ bist du?

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